Das Trendpiercing: Septum

Den Bullenring, der seit gut zwei Jahren in Mode ist, habe ich nun schon etwas länger. Damals wurde ich noch gefragt, ob ich eine Kuh imitieren wolle und heute, naja, läuft jeder mit so einem Ding rum. Die Rede ist vom Septum-Piercing.

Ich weiß noch genau, wie ich vor ein paar Jährchen auf einmal gefallen an diesem Piercing entwickelte. Ich sah es ein paar mal im Internet, doch zu der Zeit war es eher noch ein Piercing für die hartgesotteneren - für die Punks oder die Goths. Zumindest war es noch nicht Teil einer Trendbewegung geworden, wie beispielsweise das Bauchnabelpiercing. Also überredete ich meinen Vater und ließ es mir ein paar Tage später mit meiner Mutter zusammen beim Piercer stechen.


Seitdem liebe ich es. Es gehört einfach zu mir. Mein Gesicht sieht leer aus ohne das bisschen Metall, das an meiner Nase hängt und natürlich - das Septum hat seine Vorteile gegenüber anderen Piercings. Zum Einen hinterlässt es keine sichtbare Narbe, falls ihr euch dazu entscheidet, es wieder rauszunehmen. Zum anderen könnt ihr es, sofern ihr euch Hufeisen-Schmuck reinmacht, nach innen drehen, sodass man es nicht mehr sieht. Das bietet sich natürlich bei so manchem Beruf oder so manchen Verwandten an, die nicht akzeptieren können, was ihr mit eurem Körper anstellen wollt. Und zum Schluss: ich habe noch nie, wirklich, noch nie, jemanden gesehen, dem ein Septum nicht stand.


Über die Schmerzen während oder nach des Stechens kann ich nicht viel sagen, da ich keine hatte. Alles heilte wunderbar und ohne Probleme oder irgendwelche Entzündungen ab, was man aber auch immer seiner eigenen Sorgfalt und Pflege zu verdanken hat. Natürlich solltet ihr euer frisches Piercing desinfizieren (zu viel desinfizieren kann allerdings auch schaden!) - empfehlen kann ich euch hierfür PegaCare. Damit bin ich bis jetzt bei jedem Piercing gut zurecht gekommen. Außerdem solltet ihr unnötiges Rumfummeln (gerade mit "dreckigen" Händen) vermeiden. Damit verteilt ihr euch nur sinnlos Keime überall dahin, wo ihr sie auf gar keinen Fall haben wollt - nämlich in den Stichkanal. Die Folge: Entzündungen und im besten Falle auch noch Eiter und Schmerzen.

Zum Abschluss möchte ich euch noch ein paar Inspirationen geben, was ihr so alles als Septum-Träger zu hören bekommen könntet :-)

"Bist du eine Kuh?", gefolgt von "Bist du ein Büffel?"
"Da fehlt jetzt nur noch die Schnurr, dass man dich wie eine Kuh/Büffel ziehen kann"
"Wie putzt man sich damit die Nase?"
"Da hängen doch überall Popel dran!"
"Wenn du das Piercing rausnimmst... Kannst du dann durch das Einstichloch atmen?"
Und zu guter letzt, last but not least: "Wie sieht das denn mal aus, wenn du alt bist?"

Von allen, die bereits ein Septum haben, würde ich mich über ein Kommentar freuen, welche Fragen oder Aussagen ihr schon über euer Piercing hören musstet und welche eure Antworten darauf sind.

Bis Bald,
Lena

Kommentare

  1. Finde es echt eine gute Idee so einen Post zu schreiben und ist echt gut geworden!:)

    Grüße von Nadine
    http://itsaboutftl.blogspot.co.nz/

    AntwortenLöschen
  2. Toller Beitrag :D
    Ich habe nur einen einfachen Nasenring :)

    Alles Liebe,
    Janine

    AntwortenLöschen
  3. Ich bin ja überhaupt nicht der Typ für Piercings, an anderen finde ich sie jedoch toll! Und für so einen "Bullenring" muss man schon wirklich mutig sein. Steht Dir aber super!
    LG
    Hannah

    AntwortenLöschen